Drei Powerlüfter im Vergleich - Enermax vs. Scythe vs. CoolerMaster
Oft werden Lüfter im Silent-Bereich bzw. Ultrasilent Bereich bewertet. Wir möchte in diesem Artikel einen anderen Weg gehen und vergleichen drei Lüfter nach Leistung. D.h. hier spielt die Lautstärke nur eine zweitrangige Rolle. Hierbei kommt es stark auf Luftdurchsatz, Qualität, Laufruhe und Zuverlässigkeit an, da die Drehzahlen solcher Lüfter recht hoch ausfällt.
In das Testfeld schicken wir diesmal den Twister Magma UCMA12 von Enermax, einen Gentle Typhoon D1225C12BBAP-31 des japanischen Herstellers Scythe und den CoolerMaster Turbine Master MACH1.8 (R4-TMBB-18FK-R0). Im Vergleich sollen die drei Lüfter gegenübergestellt werden, so dass Sie als User einen Überblick erhalten.
Die Abmessungen entsprechen den standard 120mm Gehäuselüftern auf dem Markt: 120mm x 120mm x 25mm. Der Lüfter verdrängt laut Datenblatt 117 m³/Stunde bei 1500 U/Min, was einem recht ordentlichem Wert entspricht.
Die Lautstärkeangabe des Herstellers überraschte uns. Diese wird von Enermax mit 18 dB(A) deklariert, was angesichts des hohen Luftstroms fast utopisch erscheint. Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auch auf wie dieser Wert zustande kommt. Enermax nimmt die Messung in einem Abstand von 4m vor, was den sehr guten Wert erklärt. Im subjektiven Test konnten wir jedoch feststellen, dass der Lüfter nur durch die Geräuschentwicklung des Luftstroms auffällt. Es war keinerlei Laufgeräusch festzustellen. Hier hat Enermax tatsächlich eine sehr gute Entwicklungsarbeit geleistet. In Punkto Laufruhe und Geräuschentwicklung kann der Lüfter absolut überzeugen.
Enermax verwendet bei diesem Lüfter die Twister-Technologie zur Lagerung des Lüfterrads. D.h., dass an dieser Stelle keine herkömmliche Lagerung zum Einsatz kommt. Die Twister-Technologie realisiert mittels magentisierter Metallkugel und einem Magnetband im Rotor eine Lagerung mit nur einem Berührungspunkt. Die selbstfettenden Nano-Lager erhöhen die Zuverlässigkeit. Dadurch ergibt sich eine beeindruckende Lebensdauer: 100.000h MTBF bei 85°C. Zudem ist das Lüfterrad zwecks Reinigung abnehmbar.
Im Lieferumfang sind 4 Gummipins zur entkoppelten Befestigung enthalten, was uns sehr positiv aufegafllen ist, jedoch zur heutigen Zeit - aus unserer Sicht - schon zum Standard gehört. Dazu kommen Schrauben und ein Stromadapter für den Anschluss auf einem Molexstecker. Der Lüfter ist in einer Blisterverpackung verpackt und ist somit sehr gut gegen Schäden abgesichert. Der Preis ist mit 9€ (Stand 22.03.2011) absolut akzeptabel!
Äusserlich kommt der GentleTyphoon recht bider daher. Er sieht eher nach einem Industrieprodukt als einem Gehäuselüfter aus. Für Case-Modding-Zwecke also wenig bis gar nicht geeignet.
Auch hier finden wir die Standard-Maße von 120mm x 120mm x 25mm wieder. Der Luftdurchfluss wird vom Hersteller auf 255m³/min. angegeben. Dazu fällt uns nur eins ein: Monströs! Die Sinnhaftigkeit sei dahin gestellt. Allerdings muss man anerkennen, dass dieser Luftstrom wirklich einem kleinen Typhoon ähnelt.
Der große Nachteil dieser Power zeigt sich spätestens bei der Lautstärke. Mit 50,5 dB(A) ist der Gentle Typhoon nicht mehr Gentle, sondern eher ein kleiner Krawallmacher. Subjektiv ist dies sogar nicht nur auf den Luftstrom zurückzuführen. Der Lüfter hat ein wirklich unangenehmes Laufgeräusch.
Noch unangenehmer wird der Lüfter bei der Betrachtung der weiteren Leistungsdaten. Mit 13,68 Watt Leistungsaufnahme sollte jedem Käufer ein Licht aufgehen. Diese Leistung machen die wenigsten Mainboards mit. Dies bedeutet, dass wohl nur ein Anschluss an das Netzteil in Frage kommt, was eine Steuerung schwierig macht.
Wir haben nun gesehen, dass der Lüfter Leistung bringt, dafür aber auch einiges einfordert. Doch wie sieht es mit der Zuverlässigkeit aus? Bei dem Blick auf die technischen Daten finden wir die Angabe 100.000h. An sich ein ordentlicher Wert, den wir auch schon beim Twister Magma gesehen haben. Doch mit dem Hinweis "bei 35°C" relativiert sich das Ganze. Die 100.000h MTBF erreicht der Lüfter nur bei einer Umgebungstemperatur von 35°C. Bei der hohen Drehzahl stellt sich die Frage, ob der Lüfter diese nicht bereits selbst produziert?! Ein Erwärmung des Lüfters war jedoch nicht wahrzunehmen. Bei 60°C hält der Lüfter noch knapp mehr als die Hälfte durch: 60.000h.
Leistung hat auch bei Scythe seinen Preis. Der Lüfter kostet im Handel (Stand 22.03.2011) ca. 20€. Ganz schön happig, wie wir finden. Im Lieferumfang sind nämlich nur die vier Metallschrauben zur Befestigung vorhanden.
Der MACH1.8 kommt sehr ungewöhnlich daher. Mit dem Turbinen Design, der glänzenden Oberfläche wirkt er hochwertig und edel. Zeitweise erinnert er tatsächlich an eine Turbine eines Airbus. Für Case-Modder, die sich in diese Richtung spezialisieren möchten, sicherlich sehr interessant.
Trotz des ungewöhnlichen Äusseren finden wir auch hier die Standardmaße vor: 120mm x 120mm x 25mm. Der Luftstrom wird vom Hersteller nur in CFM angegeben (80.3). Wir rechnen dies der Einfachheit halber um und erhalten ordentliche 136.51 m³/Stunde bei 1800 U/Min.
Bei der Lautstärke scheint der Hersteller ehrlich zu sein und führt eine Angabe von 30.5 dB(A) im Datenblatt. Auch die Leistungsaufnahme von 4 - 6 Watt fällt moderat aus.
Auch CoolerMaster (ähnlich wie Enermax) setzt bei der Lagerung des Lüfterrads auf eine eigene Technologie, die Barometric Ball Bearing getauft wurde. Was dem Käufer auffallen sollte (auch wenn hier Marketing eine große Rolle spielt), dass der Hersteller keine Standardkomponenten verwendet. Durch das BBB soll sichergestellt werden, dass Vibrationen vermindert werden und die Haltbarkeit erhöht wird. Dadurch egibt sich eine Zuverlässigkeitsangabe von 100.000h MTBF. Leider gibt der Hersteller keine Umgebungstemperatur an, was es schwierig macht dies Angabe richtig einzuordnen. Auch hier lässt sich das Lüfterrad zum Säubern entfernen.
Im Lieferumfang sind 4 Metallschrauben, 4 Gummipins zur Befestigung, 4 Gummipads zum Entkoppeln sowie ein 3Pin-4Pin Molex Adapter. Ein guter Umfang für einen Preis von ca. 10 - 15€.
Das Rennen um die "Vegleichkrone" liefern sich also im Rahmen diesen Artikels Enermax und CoolerMaster. Allerdings möchten wir hier unterschiedliche Empfehlungen aussprechend. Wer Zuverlässigkeit und Preis/Leistung hoch priorisiert, wird im Enermax UCMA12 fündig. Die beeindruckende MTBF Angabe von 100.000 bei 85°C ist ein absolutes Plus. Zumal keine wirklichen Nachteile gegen den Lüfter sprechen.
Einen guten Kompromiss zwischen Lesitung/Preis und Case-Modding bietet der MACH1.8 von CoolerMaster. Mit dem eleganten Aussehen zieht er mit sicherheit Blicke auf sich. In Sachen Zuverlässigkeit muss man sich im Heim-Bereich absolut keine Sorgen machen.
In das Testfeld schicken wir diesmal den Twister Magma UCMA12 von Enermax, einen Gentle Typhoon D1225C12BBAP-31 des japanischen Herstellers Scythe und den CoolerMaster Turbine Master MACH1.8 (R4-TMBB-18FK-R0). Im Vergleich sollen die drei Lüfter gegenübergestellt werden, so dass Sie als User einen Überblick erhalten.
Enermax Twister Magma UCMA 12 120mm Lüfter
Beginnen möchten wir mit dem Testkandidaten von Enermax. Der Lüfter ist in einem schwarz-roten Look gestaltet. Insbesondere die roten Lüfterschaufeln ziehen den Blick auf sich, was mit Sicherheit auch für Case-Modder interessant sein dürfte.Die Abmessungen entsprechen den standard 120mm Gehäuselüftern auf dem Markt: 120mm x 120mm x 25mm. Der Lüfter verdrängt laut Datenblatt 117 m³/Stunde bei 1500 U/Min, was einem recht ordentlichem Wert entspricht.
Die Lautstärkeangabe des Herstellers überraschte uns. Diese wird von Enermax mit 18 dB(A) deklariert, was angesichts des hohen Luftstroms fast utopisch erscheint. Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auch auf wie dieser Wert zustande kommt. Enermax nimmt die Messung in einem Abstand von 4m vor, was den sehr guten Wert erklärt. Im subjektiven Test konnten wir jedoch feststellen, dass der Lüfter nur durch die Geräuschentwicklung des Luftstroms auffällt. Es war keinerlei Laufgeräusch festzustellen. Hier hat Enermax tatsächlich eine sehr gute Entwicklungsarbeit geleistet. In Punkto Laufruhe und Geräuschentwicklung kann der Lüfter absolut überzeugen.
Enermax verwendet bei diesem Lüfter die Twister-Technologie zur Lagerung des Lüfterrads. D.h., dass an dieser Stelle keine herkömmliche Lagerung zum Einsatz kommt. Die Twister-Technologie realisiert mittels magentisierter Metallkugel und einem Magnetband im Rotor eine Lagerung mit nur einem Berührungspunkt. Die selbstfettenden Nano-Lager erhöhen die Zuverlässigkeit. Dadurch ergibt sich eine beeindruckende Lebensdauer: 100.000h MTBF bei 85°C. Zudem ist das Lüfterrad zwecks Reinigung abnehmbar.
Im Lieferumfang sind 4 Gummipins zur entkoppelten Befestigung enthalten, was uns sehr positiv aufegafllen ist, jedoch zur heutigen Zeit - aus unserer Sicht - schon zum Standard gehört. Dazu kommen Schrauben und ein Stromadapter für den Anschluss auf einem Molexstecker. Der Lüfter ist in einer Blisterverpackung verpackt und ist somit sehr gut gegen Schäden abgesichert. Der Preis ist mit 9€ (Stand 22.03.2011) absolut akzeptabel!
Scythe Gentle Typhoon 5400 HighRPM
Scythe ist dafür bekannt eine sehr gute Preis-/Leistung zu bieten. Dies gilt insbesondere für die Lüfter aus dem Silent-Bereich (siehe SlipStream). Doch wie steht es um die PowerLüfter?Äusserlich kommt der GentleTyphoon recht bider daher. Er sieht eher nach einem Industrieprodukt als einem Gehäuselüfter aus. Für Case-Modding-Zwecke also wenig bis gar nicht geeignet.
Auch hier finden wir die Standard-Maße von 120mm x 120mm x 25mm wieder. Der Luftdurchfluss wird vom Hersteller auf 255m³/min. angegeben. Dazu fällt uns nur eins ein: Monströs! Die Sinnhaftigkeit sei dahin gestellt. Allerdings muss man anerkennen, dass dieser Luftstrom wirklich einem kleinen Typhoon ähnelt.
Der große Nachteil dieser Power zeigt sich spätestens bei der Lautstärke. Mit 50,5 dB(A) ist der Gentle Typhoon nicht mehr Gentle, sondern eher ein kleiner Krawallmacher. Subjektiv ist dies sogar nicht nur auf den Luftstrom zurückzuführen. Der Lüfter hat ein wirklich unangenehmes Laufgeräusch.
Noch unangenehmer wird der Lüfter bei der Betrachtung der weiteren Leistungsdaten. Mit 13,68 Watt Leistungsaufnahme sollte jedem Käufer ein Licht aufgehen. Diese Leistung machen die wenigsten Mainboards mit. Dies bedeutet, dass wohl nur ein Anschluss an das Netzteil in Frage kommt, was eine Steuerung schwierig macht.
Wir haben nun gesehen, dass der Lüfter Leistung bringt, dafür aber auch einiges einfordert. Doch wie sieht es mit der Zuverlässigkeit aus? Bei dem Blick auf die technischen Daten finden wir die Angabe 100.000h. An sich ein ordentlicher Wert, den wir auch schon beim Twister Magma gesehen haben. Doch mit dem Hinweis "bei 35°C" relativiert sich das Ganze. Die 100.000h MTBF erreicht der Lüfter nur bei einer Umgebungstemperatur von 35°C. Bei der hohen Drehzahl stellt sich die Frage, ob der Lüfter diese nicht bereits selbst produziert?! Ein Erwärmung des Lüfters war jedoch nicht wahrzunehmen. Bei 60°C hält der Lüfter noch knapp mehr als die Hälfte durch: 60.000h.
Leistung hat auch bei Scythe seinen Preis. Der Lüfter kostet im Handel (Stand 22.03.2011) ca. 20€. Ganz schön happig, wie wir finden. Im Lieferumfang sind nämlich nur die vier Metallschrauben zur Befestigung vorhanden.
CoolerMaster Turbine Master MACH1.8 (R4-TMBB-18FK-R0)
CoolerMaster hat sich im Bereich für Gehäuse und PC-Kühlung bereits einen guten Namen erarbeitet.Der MACH1.8 kommt sehr ungewöhnlich daher. Mit dem Turbinen Design, der glänzenden Oberfläche wirkt er hochwertig und edel. Zeitweise erinnert er tatsächlich an eine Turbine eines Airbus. Für Case-Modder, die sich in diese Richtung spezialisieren möchten, sicherlich sehr interessant.
Trotz des ungewöhnlichen Äusseren finden wir auch hier die Standardmaße vor: 120mm x 120mm x 25mm. Der Luftstrom wird vom Hersteller nur in CFM angegeben (80.3). Wir rechnen dies der Einfachheit halber um und erhalten ordentliche 136.51 m³/Stunde bei 1800 U/Min.
Bei der Lautstärke scheint der Hersteller ehrlich zu sein und führt eine Angabe von 30.5 dB(A) im Datenblatt. Auch die Leistungsaufnahme von 4 - 6 Watt fällt moderat aus.
Auch CoolerMaster (ähnlich wie Enermax) setzt bei der Lagerung des Lüfterrads auf eine eigene Technologie, die Barometric Ball Bearing getauft wurde. Was dem Käufer auffallen sollte (auch wenn hier Marketing eine große Rolle spielt), dass der Hersteller keine Standardkomponenten verwendet. Durch das BBB soll sichergestellt werden, dass Vibrationen vermindert werden und die Haltbarkeit erhöht wird. Dadurch egibt sich eine Zuverlässigkeitsangabe von 100.000h MTBF. Leider gibt der Hersteller keine Umgebungstemperatur an, was es schwierig macht dies Angabe richtig einzuordnen. Auch hier lässt sich das Lüfterrad zum Säubern entfernen.
Im Lieferumfang sind 4 Metallschrauben, 4 Gummipins zur Befestigung, 4 Gummipads zum Entkoppeln sowie ein 3Pin-4Pin Molex Adapter. Ein guter Umfang für einen Preis von ca. 10 - 15€.
Fazit
Nach der Betrachtung aller drei Lüfter haben sich Vor- und Nachteile herauskristallisiert. In die Kategorie Poerlüfter passen alle drei. Allerdings spielt der Scythe Gentle Typhoon 5400 HighRPM in einer anderen Liga. Er ist sowhl bei Luftstrom als auch bei der Leistungsaufnahme einfach zu überdimensioniert. Uns ist wirklich kein Grund eingefallen diesen Lüfter im "Hausgebrauch" zu verwenden. dazu ist er zu laut und lässt sich nicht wirklich praktisch einsetzen.Das Rennen um die "Vegleichkrone" liefern sich also im Rahmen diesen Artikels Enermax und CoolerMaster. Allerdings möchten wir hier unterschiedliche Empfehlungen aussprechend. Wer Zuverlässigkeit und Preis/Leistung hoch priorisiert, wird im Enermax UCMA12 fündig. Die beeindruckende MTBF Angabe von 100.000 bei 85°C ist ein absolutes Plus. Zumal keine wirklichen Nachteile gegen den Lüfter sprechen.
Einen guten Kompromiss zwischen Lesitung/Preis und Case-Modding bietet der MACH1.8 von CoolerMaster. Mit dem eleganten Aussehen zieht er mit sicherheit Blicke auf sich. In Sachen Zuverlässigkeit muss man sich im Heim-Bereich absolut keine Sorgen machen.